Kystorpe
        bis 1648
1648 bis 1851
1859 bis        
Geschichtliche Entwicklung bis 1648

Die Entstehung von Kisdorf geht auf das 4. bis 5. Jahrhundert zurück. Damals siedelten sich hier Sachsen an. Die Waldungen des Kisdorfer Wohldes boten ihnen Schutz und Trutz. Viele Funde von Steingeräten und auch Urnen sowie die Hügelgräber auf dem Flurstück "Hillenkrütz" und im Kisdorfer Wohld sind unverkennbar Zeugen dieser frühen Besiedlung in unserer Gemeinde.

Von einer Dorfgründung kann jedoch erst um das Jahr 1000 gesprochen werden. Es ist anzunehmen, daß die Benennung des Dorfes vom Namen des ersten Siedlers abgeleitet wurde und nicht von "Kies", der um jene Zeit noch keine besondere Bedeutung hatte.




Schon in den vergangenen Jahrhunderten hatte Kisdorf, nach einer alten noch vorhandenen Amts-rechnung von 1526 "Kystorpe" geschrieben, als größte von zwölf Gemeinden des Kirchspiels Kaltenkirchen eine gewisse Bedeutung.
um 450 n.Chr.
Nach altem Sachsenrecht mit kirchspieleigenem Dingrecht hatten die Bewohner immer eigenen Grund und Boden und Wald. Sie waren weder dem Adel noch dem Kloster unterstellt und kannten keine Leibeigenschaft.

Bis in das 18. Jahrhundert hinein war der Kisdorfer Wohld mit Wald bedeckt, und die damaligen Hufner lebten mehr von der Köhlerei und der damit in Verbindung stehenden Glasschmelzerei (Glashütte) als von der Landwirtschaft.

Im Kisdorfer Wohld erinnern die Flurbezeichnungen Heidbrann'n, Grooten Brann'n, In'n Brann'n, Wilden Brann'n, Lütt Füürsteed und Groot Füürsteed an diese Zeit.

Die Glashütte wurde mit dem Abholzen und Roden des Waldes 1541 nach Hüttblek (damals zu Kisdorf gehörig) und danach 1629 / 30 nach Struvenhütten verlegt.