Unterwegs mit dem Bürgermeister

…im Forst Endern am 10.11.2021

Mit Revierförster Sebastian Bohne, und dessen Praktikant, Eric Singer, der z.Z. Forstwissenschaft und Waldökologie in Göttingen studiert, ging es an diesem Novembertag durch den Endern, der mit ca. 200 ha zu einem gern besuchten Gebiet zu jeder Jahreszeit zählt.

Bürgermeister Stolze hatte schon lange den Wunsch, sich über den Landesforst Endern eingehender zu informieren und nutzte diesen Novembertag zu einem Rundgang durch das schöne Naturschutzgebiet.

Förster Bohne erläuterte die drei Aufgaben, die dieses Waldgebiet erfüllt:

Als erstes handelt es sich um ein Naturschutzgebiet-Fauna Flora-Habitat, das einen Erholungsfaktor für die Menschen darstellt. Das Gebiet verfügt über Wege, die Erholungssuchenden vorbehalten ist, die aber auch mit dem Rad genutzt werden können. Ausgewiesene Reitwege sind speziell gekennzeichnet, und auch Hunde dürfen angeleint auf den Waldwegen mitgeführt werden. Und so lohnt sich der Rundweg durch den Endern für einen Spaziergang, ohne die Natur zu stören oder zu zerstören.

Der Forst Endern ist ein Wald mit europäischen Baumarten – Buchen, Eichen etc., aber auch Nadelhölzern – und es war erfreulich zu hören, dass sich dieser Wald in einem sehr guten Zustand befindet, in dem auch der Borkenkäfer kaum Einzug gehalten hat.

Darüber hinaus wird ein Teil dieses Waldes – der Fichtenwald – bewirtschaftet, benötigt wird dieses Holz u.a. für den Bau von Häusern. Dieses Gebiet des Waldes und natürlich der Friedwald ist begehbar im Gegensatz zum Naturwald, dieser darf nur auf den Hauptwegen begangen werden. Dieser liegt überwiegend links und rechts der Bredenbek-Brücke. Interessant war in diesem Zusammenhang, zu hören, dass eine große Fläche im Endern nach 1945 durch die sogenannten Reparationshiebe der Allierten abgeholzt und danach wieder aufgeforstet wurde. Viele alte Kisdorfer können von dieser Zeit erzählen, hatten die Eltern damals selbst kaum Holz, um ihre Häuser zu beheizen.

Und am Rande: Der Leistung der Kulturfrauen – das waren die Frauen, die die Wald-Bepflanzung im Anschluss vornahmen – wurde mit der Abbildung auf der 50-Pfennig-Münze ein Denkmal gesetzt.

Nicht zuletzt befindet sich seit 2012 der Friedwald mit 35 ha im Endern. Hier können Menschen an den Wurzeln eines Baumes ihre letzte Ruhestätte finden, jährlich finden dort etwa 200 Beisetzungen statt.

Zum Ende des Gesprächs gaben Förster Bohne und Praktikant Eric Singer einen positiven Blick auf den Endern, der sich – bedingt durch den Sommer 2021 – gut darstellt. Der Fachmann bittet alle Besucher, achtsam durch den Wald zu gehen, denn der Besuch erfolgt auf eigene Gefahr und die Verantwortung liegt bei jedem selbst. So ist auch beim Besuch mit Kindern ganz besonders hierauf zu achten (Rutschgefahr, herunterfallende Äste etc.).

In diesem Sinne wünsche auch ich allen Besuchern eine gute Zeit in diesem wunderschönen Naherholungsgebiet Kisdorfs, das mit Pflanzen, Tieren, kleinen Quellen und Rinnsalen zu jeder Jahreszeit eine echte Bereicherung ist.

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Ihr Bürgermeister

Wolfgang Stolze

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