Einwohnerversammlung am Mittwoch, 26.10.2022, um 20 Uhr im Margarethenhoff Kisdorf

Am 26.10.2022 fand eine Einwohnerversammlung der Gemeinde Kisdorf statt, zu der Bürgermeister Stolze eingeladen hatte und am Abend etwa 80 Kisdorfer:innen begrüßen konnte.

Im Nachgang hierzu eine Zusammenfassung des Abends mit umfangreichen Informationen, da die angesprochenen Themen viele Kisdorfer Bürger:innen interessiert.

Der Bürgermeister informierte über die Neubauten bzw. die geplanten Neubaugebiete und erklärte, dass Kisdorf wachsen werde. Derzeit liegt die Einwohnerzahl bei 3.987 Personen. Durch die neuen Baugebiete wird sich die Einwohnerzahl nach oben verändern.

Das Neubaugebiet „Schniedertwiete“ ist mit 51 Wohneinheiten geplant, mit dem Bau von Doppel- und Mehrfamilienhäusern wurde begonnen.

In Planung ist weiterhin ein Gebiet an der „Henstedter Straße / Rugenvier“– gegenüber ALDI. Auch hier sind Doppel- und Mehrfamilienhäuser vorgesehen, ebenso Gewerbeeinheiten, jedoch bislang nichts Konkretes.

Des Weiteren wird durch den Verkauf eines Gebietes durch einen Landwirt „An de Loh“ ein weiteres Wohngebiet entstehen. Im kommenden Jahr möchte der Investor mit dem Abriss des bestehenden landwirtschaftlichen Gebäudes beginnen und das Gebiet erschließen. Im Vertrag mit dem Investor wurde vereinbart, dass Kisdorfer Bürger:innen für eine bestimmte Zeit ein Vorkaufsrecht erhalten.

Der Bau des Kindergartens schreitet nach der Grundsteinlegung voran und Bürgermeister Stolze dankte Frau Horn für ihren Einsatz, dass nach intensiven Gesprächen mit der Kommunalaufsicht finanzielle Mittel freigegeben wurden. Mit der Fertigstellung des Gebäudes wird vorsichtig bis Ende 2023 gerechnet – wenn alles klappt wie vorgesehen.

Besonders erfreulich ist, dass der Kindergarten nach neuesten Standards ausgestattet wird: Gründach, Photovoltaikanlage, Erd-Wärmepumpe. So ist man unabhängig von fossilen Brennstoffen. Geplante Kosten: ca. 3.5 Mio. €, Zuschüsse ca. 1.1 Mio. €. Ob dieser Betrag ausreichend ist, ist nicht zu sagen. Schon im Vorwege ergaben sich leider viele, nicht vorhersehbare Probleme.

Anhand von Plänen wurde der Kindergarten vorgestellt, 15 neue Betreuer: innen werden hier tätig werden.

Bürgermeister Stolze informierte über den Planungsstand des neuen Feuerwehrgerätehauses „Winsener Straße/Ecke Stocksberg“. Das alte Gebäude der Feuerwehr ist von 1951 und nicht mehr auf den neuesten Stand zu bringen.

Für das neue Gebäude mussten neue Flächen gekauft und getauscht werden.  Es wurden – die noch nicht endgültigen – Pläne gezeigt: z.B. wie die neuen Sozialräume aussehen könnten und dass auch für die Jugendfeuerwehr ausreichend Platz vorhanden ist. Z.Z. können keine neuen Bewerber zu den vorhandenen 25 in der Jugendfeuerwehr aufgenommen werden. Zukünftig werden 80 bis 100 Einsatzkräfte und bis zu 50 Jugendliche einen Platz finden. Die grobe Kostenschätzung liegt derzeit bei ca. 5.8 Mio. €, Fördergelder können erst nach endgültiger Planung ermittelt werden.

Ein leidiges Thema ist die Sanierung des Etzbergs. Bürgermeister Stolze konnte mitteilen, dass sich die Gewährleistung insoweit verlängert, bis die Arbeiten abgeschlossen sind. Dass dies noch nicht absehbar ist, zeigt sich an den derzeitigen weiteren Arbeiten. Das Problem ist die Zusammensetzung des Materials der verlegten Steine, dadurch entstehen Abbrüche an den Ecken.

Einen großen Teil des Abends nahm die Information über die derzeitige Haushaltssituation der Gemeinde und des Amtes Kisdorf ein, was zusammenhängt. Das Dilemma bezieht sich auf den gesamten Amtsbereich. Amtsdirektorin Judith Horn erläuterte mit offenen Worten und beispielhaft, was zu der derzeitigen Situation geführt hat, die in den Vorjahren entstanden ist und die nun endlich korrigiert werden muss. Die auf dem Tisch liegenden Dinge werden sukzessive abgearbeitet, dies bedarf Zeit.

Die Gemeinde Kisdorf darf aber z.B. Ausgaben, die gesetzlich oder vorvertraglich geregelt sind, tätigen. Alle anderen Ausgaben, z.B. an die Vereine und Verbände, sind untersagt und bedürfen eines gesonderten Antrags an die Kommunalaufsicht. Man könne heute sagen, dass menschliches Versagen, schlechte Leistung oder „Gar-nicht-Leistungen“ zur momentanen Situation geführt haben und Dinge, die gesetzlich vorgeschrieben waren, nicht umgesetzt bzw. kontrolliert wurden.

Man solle aber nicht nach Schuldigen suchen, sondern jetzt nach vorn blicken.

Einige Bürger:innen dankten Frau Horn für diese offenen Worte. Die Frage nach einem Plan für die Zukunft: Ja, es gäbe einen Plan für die Zukunft, derzeit seien aber noch die vorhandenen Baustellen zu bearbeiten.

Die anschließenden Fragen der Bürger:innen wurden nach Glasfaser im Wohld und zur Belegung der Sporthalle gestellt und beantwortet. Wie lange die Halle belegt sei, könne niemand beantworten und Frau Horn wiederholte den Wunsch nach Wohnraum für Geflüchtete. Die Frage einer Bürgerin nach Containern auf der Fläche gegenüber der Feuerwehr wurde aufgenommen.

Es wurden auch Fragen zu Blitzern und Geschwindigkeitsmessungen gestellt und wie folgt beantwortet: Für Zeitpunkt und Standort der Blitzer ist der Kreis zuständig, dieser entscheidet nach Auswertung, wo Blitzer aufgestellt werden. Zum Thema Geschwindigkeitsanzeiger: Der Bauhof hat einen Plan, an welcher Stelle die Überwachungstafel aufgestellt wird.

Ein Bürger hatte die Frage: Wo befinden sich in Kisdorf Defibrillatoren? Einer befindet sich im Margarethenhoff, zwei weitere in der Sporthalle und im Feuerwehrgerätehaus.
Zudem gibt es privat beschaffte, z.B. bei EDEKA.
Bürgermeister Stolze schlug vor, zu prüfen, wo genau diese Geräte in Kisdorf sind und ob darüber hinaus Geräte angeschafft werden können, die öffentlich zugänglich sind. Dies solle dann über die Kisdorf.de-Seite kommuniziert werden.

Um 21.50 Uhr wurde die Sitzung geschlossen. Bürgermeister Stolze dankte allen Anwesenden für ihre Teilnahme und wünschte einen guten Heimweg.

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Einwohnerversammlung

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