Bau und Planung Bekanntmachung

Posted on 7. September 2022

Fahrradwerkstatt in Kisdorf – Geflüchtete reparieren Fahrräder


(Foto von Pixabay)

Mittwochs zwischen 14 und 17 Uhr öffnet Dieter Schäfer, seit vielen Jahren Ehrenamtlicher in der Kisdorfer Flüchtlingshilfe, gemeinsam mit Dieter Gericke die Garagen hinter dem Integrationshaus, Sengel 5 A. Sie reparieren und setzen mit jungen Geflüchteten Fahrräder wieder in Stand. Bereits 2016 hat diese Werkstatt ihren festen Platz im Bereich Integration.

Für jeden Geflüchteten bedeutet ein Fahrrad ein Stück Freiheit. Jedem Geflüchteten oder bedürftiger/m Deutschen wird auf Wunsch ein Rad zur Verfügung gestellt, das zuvor in der Werkstatt auf Fahrtüchtigkeit und Sicherheitsmängel geprüft wurde.

Heute arbeiten Dieter & Dieter mit Jugendlichen aus Syrien sowie der Ukraine zusammen. Die Jugendlichen freuen sich über eine sinnvolle Tätigkeit, die sie nach der Schule ausführen. Neues wird erlernt und die Deutschkenntnisse gleich angewendet. Auch andere Jugendliche, z. B. aus Afghanistan oder Eritrea kommen gern sporadisch vorbei, um Dieter Schäfer und Team zu unterstützen.

Die Fahrradwerkstatt bietet allen bedürftigen Bürgern des Amtsbereiches Kisdorf an, ihr Fahrrad checken oder reparieren zu lassen. Es soll auf diesen Personenkreis beschränkt bleiben.

Die Fahrradwerkstatt beteiligt sich darüber hinaus auch regelmäßig an dem Offenen Ganztagsschulprojekt (OGS ) der Schule in Kisdorf. Hierbei wird jährlich für 6 SchülerInnen einen Fahrradreparaturkurs angeboten. Dabei erlernen die Jugendlichen, einfache Reparaturen an ihren Fahrrädern selbständig durchzuführen.

Möchten Sie ein Fahrrad spenden?

Ja, sehr gern – ein ungenutztes oder noch gut erhaltenes Fahrrad können Sie gern zu den Öffnungszeiten in die Werkstatt bringen.  Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, können Sie es auch von Dieter Schäfer nach Terminabsprache abholen lassen.

Neben Rädern werden fortlaufend auch Fahrrad-Anhänger zum Transport von Kindern, Fahrradkörbe und Helme benötigt.

Auch deutsche Jugendliche sind herzlich eingeladen, sich an dem Projekt in der Fahrradwerkstatt zu beteiligen und sich bei Dieter Schäfer zu melden.

Kontakt:  Dieter Schäfer  die.schaefer@gmx.de

Ich freue mich sehr über dieses ehrenamtliche Engagement in Kisdorf.

Ihr Bürgermeister

Wolfgang Stolze

Bau und Planung Bekanntmachung

Posted on 1. August 2022

Mehrzweckhalle Kisdorf

Posted on 19. Juli 2022

Ukraineflage mit TaubeDie Kisdorfer Amtsverwaltung hat sich schon frühzeitig für die Nutzung der Mehrzweckhalle in Kisdorf zur Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge entschieden. Dank des Engagements und der Tatkraft vieler freiwilliger Helfer, insbesondere der Freiwilligen Feuerwehren, konnte die Halle innerhalb kurzer Zeit so hergerichtet werden, dass einzelne Wohnparzellen für die Schutzsuchenden entstanden.

Erfreulicherweise war eine Belegung bisher nicht erforderlich, da dem Amt überraschend sehr viel mehr Wohnraum angeboten worden ist, als es die Erfahrungen aus der Flüchtlingskrise 2015 erwarten ließen. Aktuell bleiben jedoch Angebote von Immobilienbesitzern aus, so dass das Amt nun auf die Mehrzweckhalle in Kisdorf ausweichen muss. Die Halle bietet aufgrund ihrer zentralen Lage und der vorhandenen Räumlichkeiten mit einem Gemeinschaftsraum, einem Spielzimmer und den sanitären Anlagen gute Voraussetzungen für die Aufnahme der Schutzsuchenden. Diese Form der Unterbringung kann jedoch nicht von Dauer sein. Es wird daher an Lösungen mit langfristiger Perspektive gearbeitet.

Ihr Bürgermeister
Wolfgang Stolze

Besuch beim VHS-Deutsch-Kurs für Geflüchtete und bei Pastorin Ellger in der Friedenskirche Kisdorf

 

 Es war mir ein besonderes Bedürfnis, die Damen, die seit vier Wochen hier in Kisdorf – über die VHS Henstedt-Ulzburg – Deutsch lernen, zu besuchen und zu erfahren, wie es ihnen geht. Pastorin Ellger begleitete mich bei diesem Besuch, hat sie doch die Möglichkeit geschaffen, den Kurs im Raum der Kirche durchführen zu können.

Zunächst nahm ich auf dem Kirchengelände Stimmen von Kindern wahr. Sichtlich entspannt saßen die Kinder, an einen Baum gelehnt oder auf einer Decke und aßen dort ihr Frühstücksbrot. Die Mütter lernten währenddessen im Unterricht.

13 Damen aus der Ukraine, aus Syrien und aus Nigeria waren an diesem Tag im Raum der Kirche gerade mitten in einer Schulstunde. Ich war mehr als überrascht, als mir einige der Damen in gutem Deutsch berichteten, wo sie herkamen, wo sie jetzt wohnen und welchen Beruf sie vor ihrer Flucht ausgeübt haben. Sie erzählten mir, dass sie bereits einige kleine Reisen in den letzten Wochen unternommen haben.

Der größte Wunsch aller ist es, eine eigene Wohnung zu finden. Auch wenn sie zunächst ein Dach über dem Kopf haben und „versorgt“ sind, ist der Wunsch nach eigenen vier Wänden groß und sicher verständlich. Die Frauen möchten so schnell wie möglich arbeiten – dazu benötigen sie eine Struktur für sich und die Kinder – sie sind gut ausgebildet und es ist ihnen wichtig, ihr Leben schnell wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Ich erläuterte die angespannte Wohnraum-Situation und habe auch auf dieser Seite im Namen des Amtes Kisdorf um Mitteilung gebeten, falls Bürger Wohnraum vermieten können.

Danach nahm ich mir Zeit, mit unserer Pastorin Christiane Ellger, die seit dem Jahr 2000 in Kisdorf ist, ein Gespräch zu führen. Sie erzählte mir, wie gern sie in Kisdorf tätig sei. Ihre seelsorgerische Tätigkeit macht sie sehr gerne und sie hatte zuvor auch den Geflüchteten im Gespräch ihre Hilfe angeboten. Sie berichtete von den Aktivitäten, die mit den Jugendlichen veranstaltet werden. Ein Blick auf die Website der Kirche gibt eine gute Übersicht, was die Friedenskirche anbietet. Die Frauengruppe ist nach wie vor gut angenommen und auch hier sind diverse Möglichkeiten geboten, sich zu beteiligen oder dabei zu sein.

Mit Stolz erzählte Frau Ellger, dass der Waldgottesdienst am letzten Sonntag im Winsener Wald mit 120 Gästen sehr gut besucht war. Mit Taufen und Verabschiedung der Konfi-Kids ist dieser Sommer-Gottesdienst immer etwas Besonderes.

Leider ist die Zahl der Ehrenamtlichen, die sich engagieren, rückläufig, nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie. Es wäre wünschenswert, wenn sich in der Zukunft wieder mehr Menschen für das Ehrenamt entscheiden, damit gesellschaftlicher Zusammenhalt in den unterschiedlichsten Bereichen gefördert und gelebt wird.

Frau Ellger schloss auf meine Frage: „Was kann die Gemeinde für Sie tun, haben Sie Wünsche?“  mit dem Satz – „Wann immer wir Hilfe in Kisdorf gebraucht haben, habe ich stets Hilfe von der Gemeinde bekommen und auch Unterstützung gegeben, wann immer diese benötigt wurde und wird“. Danke, liebe Frau Ellger, für diesen schönen Schlusssatz.

Ein besonderer Tag mit Begegnungen, die mich nachdenklich gemacht haben und die mir auch zeigen, wie wichtig und wertvoll das gesellschaftliche Zusammenspiel aller Bürger*innen in Kisdorf ist.

Ihr Bürgermeister
Wolfgang Stolze

Wir suchen Wohnraum für Geflüchtete

Posted on 3. Juli 2022

Der Krieg in der Ukraine dauert an und es kommen weiterhin Menschen aus Kriegsgebieten zu uns. Wie lange diese Situation andauern wird, kann heute niemand sagen. Die Wohnraumsituation ist weiterhin angespannt und das Amt Kisdorf sucht daher dringend privaten Wohnraum im Amtsbereich.

Evtl. haben Sie eine leerstehende Mietwohnung, Einliegerwohnung, Wohnhaus oder andere abgeschlossene Wohnbereiche mit Küche und Bad. Es wird Wohnraum in verschiedenen Größen gesucht, der vermietet werden kann. Der Vorteil für Sie als Vermieter ist, dass der Mietvertrag direkt mit dem Amt abgeschlossen wird und die Miete sowie Heiz- und Nebenkosten vom Amt bezahlt werden.

Können Sie Wohnraum zur Verfügung stellen und/oder haben Sie Fragen zur Vermietung, wenden Sie sich bitte an

Britta Finnern -Amt Kisdorf-
Telefon 04191 9506-49
E-Mail: b.finnern@amt-kisdorf.de

Gleichartiges gilt auch für den Kauf von Wohnhäusern.

Ich danke für Ihre Unterstützung.

Ihr Bürgermeister

Wolfgang Stolze

„Es war überwältigend“, so die Organisatoren der Aktion „Nimi will leben“, die am Sonntag, 26.06.2022 von 11 bis 15 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Kisdorf stattfand.

Mehr als 1.100 Menschen besuchten diese Veranstaltung, 732 davon ließen sich registrieren, um der kleinen Nimi zu helfen.

Freiwillige aus dem Freundes- und Bekanntenkreis von Nimis Eltern und Freiwillige der DKMS haben diese Aktion organisiert, unterstützt und durchgeführt. Die Aktion war im Vorfeld in den Medien sowie den sozialen Netzwerken präsent und hat über Kisdorf hinaus eine große Resonanz gefunden.

Im Feuerwehrgerätehaus wurde ab 11 Uhr an den vorbereiteten Tischen wurden Speichelproben genommen, die Test-Kits abgegeben und nun heißt es abwarten.

Rundherum war ein Programm organisiert und auch hier der Anfang groß. Ein Zelt für die Kinder, in dem diese basteln oder sich schminken lassen konnten. Kaffee und selbstgebackener Kuchen wurden zum Verkauf angeboten und stockten die Spendenkasse auf. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kisdorf waren vor Ort, um bei Bedarf Hilfestellung zu leisten.

Ich hoffe mit allen Menschen, die sich beteiligt haben, und mit den Eltern, dass für Nimi bald der rettende Anruf kommt, dass ein geeigneter Spender gefunden werden konnte.

Als Bürgermeister danke ich allen Beteiligten für die großartige Unterstützung der Aktion „Nimi will leben“. Ich bin stolz auf die vielen Kisdorfer*innen und auf die Menschen, die von außerhalb zur Typisierung kamen, um diesen Tag möglich zu machen. Ein Dorf steht zusammen – ein schönes Gefühl.

Ihr Bürgermeister
Wolfgang Stolze

Offener Brief zur DKMS-Spendenaktion

Posted on 21. Juni 2022

 

Landrat Jan Peter Schröder                  @Kreis Segeberg

Kisdorfer Bürgermeister Wolfgang Stolze @Gemeinde Kisdorf

NIMI WILL LEBEN

Posted on 21. Juni 2022

>Flugblatt zum Download<

Besuch in der Kita Sonnenschein

Posted on 19. Juni 2022

Besuch in der Kita Sonnenschein

Seit langem habe ich einen Besuch in der Kita geplant. Corona hat dies bisher verhindert.
Umso wichtiger war mir heute das Gespräch mit der Leiterin der Kita Sonnenschein, Frau Danger. Vor Beginn des neuen Kita-Jahres wollte ich mich über die aktuelle Situation in der Kita zu informieren.

„Die Planung für das neue Kita-Jahr ist abgeschlossen, alle Plätze sind vergeben“, berichtete Frau Danger.  Im August verlassen 43 Kinder die Kita, um danach die Schule zu besuchen, dies entspricht in etwa den Zahlen der Vorjahre.

In 10 Gruppen werden ab August 165 Kinder betreut – einschließlich der Gruppe in der Olen School. 35 Pädagogen, 5 Hauswirtschaftskräfte, ein Hausmeister, die Leiterin, Frau Danger, und deren Stellvertreterin sind für die Erziehung und das Wohl der Kinder verantwortlich.

Durch Erfüllung aller baulichen und sonstigen Auflagen gelang es, eine Ausnahmegenehmigung vom Kreis zu erhalten, um die Gruppenstärke in 4 Betreuungsgruppen unterjährig zu erhöhen. Auch für das Folgejahr wird wieder ein solcher Antrag gestellt.

Durch den guten Ruf und den attraktiven Standort der Kita Sonnenschein ist die Besetzung von neuen Stellen bislang kein Problem. Frau Danger betonte nicht ohne Stolz, dass es aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den Verantwortlichen und den Mitarbeitern möglich sei, das Bestmögliche für die Kinder in dieser Bildungseinrichtung umzusetzen. Auch während der Corona-Pandemie ist es gelungen, sich im „Sonnenkreis“ – Elternschaft, Förderverein und Kita-Team – in Abständen immer wieder zusammenzusetzen, um zu beraten und Konstruktives auf den Weg zu bringen.

Einen Wermutstropfen gibt es jedoch noch: Die Genehmigung für die Schutzhütte der Naturspielgruppe steht bedauerlicherweise noch aus.

Der Fokus liegt z.Z. bei allen auf dem Neubau der Kita, der voraussichtlich im kommenden August eröffnet werden kann – wenn alles gut läuft. 60 bis 75 neue Plätze werden für die Kleinen geschaffen. Und so schauen Frau Danger und ihr Team mit großem Optimismus, Zuversicht und Freude in die Zukunft.

Zum Schluss hatte Frau Danger noch eine Bitte und dankte gleichzeitig den Organisatoren für die Registrierungsaktion für Nimi:

Bitte nehmen Sie am Sonntag, 26.06.2022 von 11 bis 15 Uhr, im Feuerwehrgerätehaus an der Registrierungsaktion für Nimi teil. Nimi besucht die Kita Sonnenschein und wartet dringend auf einen Stammzellenspender.

An dieser Stelle danke ich allen Kisdorfer*innen für die vielen Zeichen der Solidarität, die sich in Kisdorf zeigt. Hier die Unterstützer für diese lebenswichtige Aktion und auch die Ehrenamtlichen in Vereinen und Verbänden, die sich für das Gemeinwohl einsetzen. Dies sind alles Beispiele gelebter Gemeinschaft.

Vielleicht trägt Corona und die unsicher gewordene Weltlage am Ende dazu bei, dass zunehmend Zusammenhalt in der Gesellschaft entsteht und viele Dinge durch gemeinsames Tun besser gelingen.

Ihr Bürgermeister
Wolfgang Stolze

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