Ukraineflage mit TaubeImmer mehr Menschen flüchten aus der Ukraine, werden den Kommunen nach einem Verteilerschlüssel zugewiesen und erreichen bald auch Kisdorf. Dagegen kann sich keine Gemeinde wehren, es muss nach Lösungen gesucht werden. Wohnraum ist überall knapp, und wir werden diesen auch so schnell nicht generieren können. Im vorliegenden Fall mussten Entscheidungen getroffen werden, um künftig Menschen unter den Schutz des Amtes zu stellen und auch die Versorgung der Menschen zu sichern. Zu Beginn möchte ich einiges zu den Zuständigkeiten einordnen:
  1. Als Bürgermeister dieser Gemeinde ist es meine Verantwortung, die Fraktionen Als Bürgermeister der Gemeinde über Entscheidungen in Kenntnis zu setzen.
  2. Alle weiteren Entscheidungen trifft die Amtsdirektorin mit dem Amtsvorsteher das Amtes Kisdorf. Der Landrat des Kreises Segeberg hat in diesem Falle dieser Entscheidung – Unterbringung in der MZH Kisdorf – zugestimmt, da es sich um eine besondere Situation handelt.
Die Mehrzweckhalle in Kisdorf ist für den Katastrophenfall des Amtes Kisdorf vorgesehen und ausgerüstet. D.h., Fläche, sanitäre Einrichtungen etc. stehen nach kurzer Zeit der Umrüstung zur Verfügung. Die maximale Auslastung dieser Halle ist auf 70 Personen begrenzt. Die Umrüstung der Halle, d.h., das Besorgen von Betten, Matratzen, Trennwänden etc. obliegt dem Amt. Nachdem die Entscheidung am Donnerstag, 17.03.2022, gefallen ist, die MZH zur Unterbringung zu nutzen, habe ich alle Fraktionsvorsitzenden sowie die Schulleitung und den Schulverband am Abend dieses 17.03.2022 über den Tatbestand der Unterbringung unterrichtet. Ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des BSV, Bernd Schenkel, fand am Freitagmorgen, 18.03.2022, statt. In diesem Gespräch wurde dem BSV Hilfe und Unterstützung – auch finanzieller Art – zugesichert, um ggf. andere Räume zur Ausübung von Trainings etc. in der Umgebung anzumieten. Der Bitte an den BSV, die Räume des ehemaligen Restaurants Santorini im OG der Halle für die Verpflegung der ankommenden Menschen zur Verfügung zu stellen, wurde ebenfalls stattgegeben. Hierfür auf diesem Wege vielen Dank an den BSV. Wie lange die Mehrzweckhalle belegt sein wird, ist derzeit nicht bekannt. Selbstverständlich wird weiter nach Wohnraum und Unterkunftsmöglichkeiten für die zu uns kommenden Menschen gesucht. Sollten Sie Wohnraum anbieten können, wenden Sie sich bitte an Herrn Wittkowski – 04191/9506-41 h.wittkowski@amt-kisdorf.de oder Frau Finnern 04191/9506-49 b.finnern@amt-kisdorf.de  beim Amt Kisdorf. Ich begrüße und freue mich über jede Form der Hilfe von Ehrenamtlichen. Als Bürgermeister der Gemeinde Kisdorf ist es meine Verpflichtung und meine Verantwortung, dass ich zum Wohle aller Bürger*innen Gesetze einhalte – dafür wurde ich gewählt -.  Ohne Sie, die Kisdorfer Bürger, können wir – wie auch bereits im Jahr 2015/16 – derartige Situationen nicht meistern. Ich bin sicher, dass es uns gemeinsam gelingen wird, die Menschen zu unterstützen und auf ihrem Weg zu begleiten, damit sie – zu welchem Zeitpunkt dies auch immer sein wird – zurück in ihre Heimat können. Haben Sie Fragen, bitte kontaktieren Sie mich. Ihr Bürgermeister Wolfgang Stolze
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